Förderverein Oberes Schloss Greiz e.V.

 Wir fördern
 

Rechenschaftsbericht des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2017.

Der satzungsmäßige Auftrag

§ 2. Zweck und Ziele

Der Förderverein vertieft das Interesse und das Verständnis der Bürger für das Obere Schloss Greiz als erhaltenswertes Kulturdenkmal. Er fördert die denkmalgerechte Nutzung des Schlosses.
Der Vereinszweck wird insbesondere erreicht durch:
1) Erhöhung des Bekanntheitsgrades des oberen Schlosses durch Publikationen, Veranstaltungen u. a.
2) Pflege der engen Zusammenarbeit mit dem Träger der Einrichtung.
3) Unterstützung des Trägers bei der Sammlung und Bewahrung von Zeugnissen und Dokumenten und bei der Betreuung des vorhandenen Kulturgutes.
4) Der Verein pflegt und fördert den Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit gleich gesinnter Organisationen und Personen.
5) Gewinnung von Sponsoren, Förderern und Investoren.

Der Zweck des Vereins wurde erfüllt
durch ein Kammerkonert mit amerikanischen Studenten.

Als Trio interpretierten Eva, Jacob (17) und Gustavo (19) zu Beginn Jean Baptiste Loeillets Sonata h-moll . Nach einem Stück von Georg Friedrich Händel komponierte Johan Halvorsen eine Passacaglia , die Eva (Violine) und Gustavo (Cello) zu Gehör brachten. Die Sonate c-moll op.30 wurde von Eva und Jacob (Klavier) mit viel Gefühl dargeboten, bevor Eva Wetzel an das Klavier wechselte und mit Gustavo die Sonate 1 e-moll op. 38 von Johannes Brahms intonierte.

Das Herbstkonzert wurde gestaltet von Solisten der Greizer Musikschule.

DIE GÄSTE DES KAMMERKONZERTES AUF DEM OBEREN SCHLOSS ERLEBTEN EINEN HÖRGENUSS DER BESONDEREN ART
GREIZ. Das Obere Schloss, Wahrzeichen der Stadt Greiz, mit seiner einzigartigen Geschichte noch mehr in den Fokus zu rücken und als Kultur-Ort zu etablieren, haben sich die Organisatoren der Reihe Kammerkonzerte im Oberen Schloss auch in diesem Jahr vorgenommen.
Zum Konzertabend am Samstag freuten sich die künstlerische Leiterin der Kammermusikreihe, Sarah Stamboltsyan, und Ines Wartenberg vom Förderverein des Oberen Schlosses, drei jungen Künstlern aus den USA ein Podium bieten zu können. 



Eva Wetzel (Violine), gebürtige Langenwolschendorferin, die an der University of North Carolina School of the Arts in Winston-Salem studiert, und zwei ihrer Kommilitonen Jacob Wang (Klavier), der taiwanische Wurzeln hat, und Gustavo Antoniacomi aus Brasilien interpretierten berühmte Werke der Musikliteratur sowohl für Klaviertrio als auch für Duo Violine/Klavier und Violoncello/Klavier.
Mit Eva, die zunächst bei Mutter Cirsten, später bei Doris Floß an der Greizer Musikschule Unterricht erhielt, gab es bereits eine Zusammenarbeit , sagt Sarah Stamboltsyan.
Die zwanzigjährige Eva Wetzel, Preisträgerin zahlreicher nationaler und internationaler Klavier-und Violinwettbewerbe, hatte auf die Konzertanfrage begeistert geantwortet und avisiert, zwei Musikerfreunde mit nach Greiz zu bringen. Die waren sofort Feuer und Flamme, zudem sie noch nie in Europa waren , lächelt Sarah Stamboltsyan. Finanziert wurden Flug und weitere Kosten von der amerikanischen Universität. Die Zeit in Deutschland nutzen Eva, Jacob und Gustavo auch, um weitere Konzerte zu geben, so unter anderem in Reichenbach, Köln, Bad Lobenstein, Zeulenroda oder Schloss Leubnitz.

Ein abwechslungsreiches Programm erwartete die Gäste an diesem Konzertabend. Das besonders beeindruckende war, dass sich jugendliche Frische und Unbekümmerheitheit mit beseelter Virtuosität und hohem Können paarte.
Als Trio interpretierten Eva, Jacob (17) und Gustavo (19) zu Beginn Jean Baptiste Loeillets Sonata h-moll . Nach einem Stück von Georg Friedrich Händel komponierte Johan Halvorsen eine Passacaglia , die Eva (Violine) und Gustavo (Cello) zu Gehör brachten. Die Sonate c-moll op.30 wurde von Eva und Jacob (Klavier) mit viel Gefühl dargeboten, bevor Eva Wetzel an das Klavier wechselte und mit Gustavo die Sonate 1 e-moll op. 38 von Johannes Brahms intonierte.
In der Bearbeitung einer Bearbeitung , wie Eva scherzhaft sagte, spielten die junge Künstler Eva und Jacob zum Schluss des ersten Teiles eine Prelude to Tango , die mittlerweile auch den YouTube-Kanal eroberte. Die großartige und mit viel Temperament vorgetragene Komposition entstand im Vorfeld eines College-Konzertes, berichtete Eva, die das Programm auch moderierte.
Während der Pause gab es die Möglichkeiten, im großen Fürstensaal eine Ausstellung mit Kunstfotografien von Thomas Divoßen zu besichtigen. Für einen kleinen Imbiss hatte in bewährter Tradition Sarah Stamboltsyan liebevolle Sorge getragen.
Der zweite Teil wurde von der Aufführung des Klaviertrios d-moll op. 49 bestimmt. Sein größtes Meisterwerk wie Eva Wetzel dem bedeutenden Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy bescheinigte.
Herzlicher Beifall der Gäste war der verdiente Lohn für die jungen Musiker, die als Zugabe einen Ausschnitt aus dem Zyklus Vier Jahreszeiten von Astor Piazzolla vortrugen.

HINTERGRUND:
Die University of North Carolina School of the Arts (UNCSA) ist eine hochrangige Universität der ausführenden Künste in Winston-Salem, North Carolina, USA., an welcher man Bachelor- und Masterstudiengänge in Musik, Tanz, Drama, Filmmaking und Design & Produktion belegen kann. Gegründet im Jahre 1963 als Amerikas erste öffentliche Kunsthochschuleverkörpert UNCSA mehr als 50 Jahre Ausbildung von jungen Menschen, die sich durch Fleiß und harte Arbeit, durch Kreativität und Begabung zu jungen Künstlern entwickeln, die das, was sie lieben mit Begeisterung so brillant wie möglich tun.



BIOGRAFIEN:
Eva Wetzel wurde 1996 im Landkreis Greiz geboren und begann das Klavierspielen im Alter von 4 Jahren zunächst bei ihrer Mutter. Seit 2001 nahm sie außerdem Violinunterricht bei Frau Doris Floß an der Musikschule Bernhard-Stavenhagen Greiz. Von 2012 bis 2014 war sie Jungstudentin an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf. Im Mai 2014 legte sie im Rahmen eines Austauschjahres ihr Abitur an der University of North Carolina School of the Arts in Winston-Salem ab und begann im August desselben Jahres dort ein Bachelorstudium in Violine bei Frau Prof. Ida Bieler und Klavier bei Dr. Dmitri Shteinberg. 2013 erhielt sie das Förderstipendium für musikalisch hochbegabte Kinder und Jugendliche im Freistaat Thüringen.
Eva ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, unter anderem gewann sie drei 1. und vier 2. Preise beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert in verschiedenen Kategorien, den Stavenhagenpreis der Stadt Greiz in Violine und Klavier und erste Preise beim Internationalen Wettbewerb Piano ohne Grenzen in Hof und beim Omega Talent Hunt in USA. Sie erhielt das Euterpe Scholarship für Musik, Preise beim MTNA Competition in Tampa/Florida und Columbia/South Carolina und beim Concerto Competition bei UNCSA. Im Sommer 2016 erhielt sie das Kenan-Stipendium %ur Teilnahme am Internationalen Aspen Musikfestival in Colorado. 2017 gewann sie einen 1. Preis beim 18. MANC String Competition in Greensboro und eine zweiten Preis beim Harold Protsman Classical Period Piano Competition in Norfolk. Sie spielt eine Geige von Marc de Sterke aus dem Jahre 2011.

Jacob Wang ist 17 Jahre alt und spielt seit seinem 5. Lebensjahr Klavier. Er besucht die 11. Klasse an der University of North Carolina School of the Arts, wo er bei Prof. Eric Larsen studiert. Seine bisherigen musikalischen Erfolge beinhalten verschiedene Preise von IMTA und MTNA; beim Starr Young Artist Wettbewerb in Arkansas und beim BMC Klavierwettbewerb. Er ist außerdem Gewinner der Central Iowa Symphony und des Fort Dodge Area Symphony Young Artist Wettbewerbs, wo er mit dem Klavierkonzert von Edward Grieg als 13jähriger sein Orchesterdebüt gab. Außer Klavier spielt Jacob auch sehr gerne Geige. Er besuchte zahlreiche Meisterkurse, wie zum Beispiel die IU s Piano Academy, das CIM s Summer Sonata Camp, das Young Artist World Piano Festival, das Heartland Chamber Music Festival, das Leipzig Summer Piano Institut und das Brevard Music Center.

Der 19-jährige Gustavo Antoniacomi ist Student im zweiten Jahr an der University of North Carolina School of the Arts. Er begann seine musikalische Ausbildung frühzeitig, zuerst im Fach Violoncello bei Dr. Sandy Simmons an der Evangelischen Universität Paranä (FEPAR) in seiner Heimatstadt Curitiba im Süden Brasiliens. 2012 setzte er seine Studien bei der Cellistin Maria Alice Brandäo an der Belas Artes School of Music of Paranä (EMBAP) fort. Während dieser Zeit spielte er als Solocellist in verschiedenen Orchestern wie dem Chamber Orchestra of Belas Artes (OCBA) und dem Central Adventist Orchestra (OAC), und trat mit Kammermusikgruppen und als Solist in ganz Brasilien auf. 2015 begann Gustavo sein Studium in der Klasse von Dr. Brooks Whitehouse an der UNCSA und erhielt das höchste Stipendium, welches dort vergeben werden kann. Seit Gustavo bei UNCSA studiert, trat er in vielen Staaten der USA auf wie in North und South Carolina, Virginia, Tennessee, Washington D.C, Texas, und New York und gewann Preise bei Wettbewerben für junge Künstler in North Carolina. Im Februar 2016 nahm er mit seinem Streichquartett an einem Symposium im Lincoln Center in New York City teil. Gustavo wirkte auch im UNCSA Intensive Arts String Camp als Assistent seines Lehrers, als Konzertmeister des Celloensembles und im preisträchtigen Chrysalis String Quartet mit.

Quelle Vogtlandspiegel

Antje-Gesine Marsch @23.05.2017


Kammerkonzert im Oberen Schloss: Musikschüler und professionelle Künstler begeistern
 
Das Obere Schloss als Wahrzeichen der Stadt Greiz mit seiner einzigartigen Geschichte noch mehr ins Gespräch zu bringen und als Kultur-Ort zu etablieren, rückten die Organisatoren der Reihe Kammerkonzerte im Oberen Schloss am Sonntagnachmittag einmal mehr in den Fokus.
Die künstlerische Leiterin der Kammermusikreihe, Sarah Stamboltsyan, sowie der Vorsitzende des Fördervereins Oberes Schloss, Joachim Lehmann, gaben ihrer Freude Ausdruck, beim Herbstkonzert: von Mazurka bis Csardas sowohl jungen, als auch professionellen Künstlern ein Podium bieten zu können.
 
 
Den ersten Teil des Programms gestalteten Schüler der Kreismusikschule Bernhard Stavenhagen Greiz, von denen sich einige derzeit auf den Stavenhagen-Wettbewerb vorbereiten einen Ausscheid, der seit dem Jahr 1947 durchgeführt wird und in diesem Jahr seine siebzigste Auflage erfährt.
Die Musikschüler Katharina Jäger (Blockflöte und Klavier), Gina-Sophie Gäbelein (Violine), Konrad Thiel (Fagott), Barnabas Jancso (Klarinette), Klaus Kluge (Bass) und Leonie Amler (Saxophon) präsentierten Werke aus vier Jahrhunderten Musikgeschichte. Einige Schüler musizieren heute zum ersten Mal hier im Fürstensaal , wie Cirsten Wetzel sagte, die durch das Programm führte.

Den musikalischen Reigen eröffnete Katharina Jäger (16), die auf der Blockflöte Georg Philipp Telemanns Cantabile und Allegro aus der Sonate C-Dur interpretierte. Auch am Klavier konnte man die junge Gymnasiastin erleben. Felix Mendelssohn Bartholdys Lied ohne Worte , op.19 Nr. 1 und Aram Chatschaturjans Sonatine wurden von ihr virtuos dargeboten. Katharina wird in diesem Jahr am Stavenhagen-Wettbewerb im Fach Klavier teilnehmen.

Die erst neunjährige Violinistin, Gina-Sophie Gäbelein, jüngste Stavenhagen-Preisträgerin in der Historie der Greizer Musikschule, begeisterte das Publikum mit der Mazurka op- 19 Nr. 2 von Henry Wieniawsky und dem Stück Die Biene von Franz Schubert.

Konrad Thiel (15) brachte zunächst auf dem Fagott sein Wettbewerbs-Pflichtstück Nr. 3 Canzone aus der Suite Concertino op. 16 zu Gehör. Es folgte die Nr. 2 Strimpellata des gleichen Komponisten.

Barnabas Jancso (14), Träger des Förderpreises des Stavenhagen-Wettbewerbs 2016, trug auf der Klarinette Bela Bartoks Ein Abend auf dem Lande vor; im Anschluss interpretierte er den 1. Satz der Sonatine von James Rae.

Dass es auch hervorragende reife Musikschüler gibt, bewies Klaus Kluge, der Die Uhr von Carl Löwe und Das Trinklied des Falstaff aus der Oper Die lustigen Weiber von Windsor von Otto Nikolai mit schöner Bassstimme sang.

Leonie Amler (18) brachte zum Schluss des ersten Programmteils Vittorio Montis Csardas und Matt s new motor von James Rae auf dem Saxophon zu Gehör.



Nach der Pause, in der Kaffee und Kuchen von der künstlerischen Leiterin selbst gebacken gereicht wurden, betörte das Trio Frauenrausch mit Ani Taniguchi (Sopran), Nathalie Senf (Mezzosopran) und Sarah Stamboltsyan (Klavier) die Gäste.
Mit drei Liedern von Felix Mendelssohn Bartholdy Gruß , Volkslied und Maiglöckchen und die Blümelein innig vorgetragen, sang sich das Duo sofort in die Herzen der Zuhörer.
Es folgten die berührend interpretierten Robert-Schumann-Lieder Erste Begegnung und Bedeckt mich mit Blumen .
Spätestens beim Titel Schwestern von Johannes Brahms bewiesen die Künstlerinnen neben ihrer glänzenden gesanglichen Leistung auch eine große Portion Humor. Genau wie bei der Barcarole aus Hoffmanns Erzählungen von Jacques Offenbach. Da war vom ersten Ton an eine Welle von Leichtigkeit, Harmonie und Heiterkeit zu spüren. die Künstlerinnen beindruckten durch stimmliche und künstlerische Symbiose oft sangen sie wie mit einer Stimme. Dass sich die Mezzosopranistin oft gegenüber der Sopranistin zurücknahm, steigerte nur die gemeinsame Wirkung.
Den Kusswalzer von Luigi Arditi sang Ani Taniguchi solistisch mit Bravour und charmanter, glasklarer Stimme.

Die Wirkung von Alkohol da es sich um eine jugendfreie Veranstaltung handelte, war es nur Apfelsaft brachte Nathalie Senf urkomisch im Titel Schwipslied von Johann Strauß zum Ausdruck. Abschließend erklang Ach, wir armen Primadonnen aus Carl Millöckers Der arme Jonathan auch bei bei diesem Stück erlebten die Besucher nicht nur ein Glanzstück gesanglicher Kunst, sondern auch eine heitere szenische Darstellung.
Herzlicher Beifall für die drei Künstlerinnen war der Lohn der begeisterten Zuhörer, die als Dank Du hast Glück bei den Frau n darboten einem Lied aus ihrem neuen Programm Frauen sind keine Engel .

Das Konzept, Laien und Profis in einem Konzert zu vereinen, ging auch diesmal auf , resümierte Fördervereinsmitglied Ines Wartenberg abschließend. Der künstlerischen Leiterin der Kammermusikreihe, Sarah Stamboltsyan, und den Lehrern der Musikschule, vor allem Cirsten Wetzel, sprach sie ihren herzlichen Dank aus.

Zu Beginn der Veranstaltung hatte der Vorsitzende des Fördervereins Oberes Schloss, Joachim Lehmann, der Kreismusikschule Bernhard Stavenhagen eine Spende in Höhe von 100 Euro überreicht.

Quelle: Vogtlandspiegel

Antje-Gesine Marsch @16.10.2017