Förderverein Oberes Schloss Greiz e.V.

 Wir fördern
 

Rechenschaftsbericht des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2011.

Der satzungsmäßige Auftrag

§ 2. Zweck und Ziele 

Der Förderverein vertieft das Interesse und das Verständnis der Bürger für das „Obere Schloss“ Greiz als erhaltenswertes Kulturdenkmal. Er fördert die denkmalgerechte Nutzung des Schlosses. 
Der Vereinszweck wird insbesondere erreicht durch: 
1) Erhöhung des Bekanntheitsgrades des oberen Schlosses durch Publikationen, Veranstaltungen u. a. 
2) Pflege der engen Zusammenarbeit mit dem Träger der Einrichtung. 
3) Unterstützung des Trägers bei der Sammlung und Bewahrung von Zeugnissen und Dokumenten und bei der Betreuung des vorhandenen Kulturgutes. 
4) Der Verein pflegt und fördert den Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit gleich gesinnter Organisationen und Personen. 
5) Gewinnung von Sponsoren, Förderern und Investoren.    

Im Jahr 2011 wurden diese Zwecke erfüllt durch:

Die Anschaffung eines Kronleuchters für das Obere Schloss. 

Der Verein nahm am Umzug anlässlich des Park- und Schlossfestes teil und führte mit Laienschauspielern auf der Naturbühne des Oberen Schloss das Stück der Schweinehirte auf.


Joachim Lehmann, 1. Vorsitzender 

Umzug Park- und Schloßfest 2011 Unser Verein nahm in Kooperation mit dem Spontantheater Hartmann am diesjährigen Umzug teil und wurde als beste Gruppe ausgezeichnet!


Anke Hartmann sah gestern ein wenig traurig aus. Seit März hat sie mit Jugendlichen den "Schweinehirt" geprobt, fünf Aufführungen gab es am Wochenende auf dem Oberen Schloss. Dass gerade am Sonnabend die Besucherzahl so gering war, findet Hartmann schade. Doch die, die das Stück sahen, waren begeistert. Gestern gab es sogar stehende Ovationen. Und das zu Recht. Hartmann ist es in der Inszenierung von Spontantheater und Förderverein Oberes Schloss gelungen, eine entzückende Geschichte mit viel Humor zu erzählen. Großartig verstanden es die Darsteller, die Zuschauer zu fesseln und in den rosaroten Zickenstall mitzunehmen.
Rosa waren dabei nicht nur die Schweinerüssel, sondern auch das Kleid der affektierten Prinzessin Tusnelda (herrlich zickig und hochmütig gegeben von Anne Münzner). Die hat schon 453 Bewerber abblitzen lassen, was ihren Vater zur Weißglut bringt. Entsprechend freudig fällt die Begrüßung von Kandidat 454 aus der König springt den Prinz an. Als kleiner König glänzt der elfjährige Till Hartmann, der zwar die Macht in seinem Reich, nicht aber über seine Tochter hat. Die schickt, zur Enttäuschung ihrer Ja-sagenden Hofdamen, auch diesen Prinz weg. Eine läppische Rose und eine singende Nachtigall "das ist nur Natur, ich bin gelangweilt", begründet sie ihre Entscheidung. Zwangsheirat, so der resignierte König, scheint die einzige Lösung zu sein.
Der verschmähte Prinz will der königlichen Zimtzicke einen Denkzettel verpassen und tritt, als Schweinehirt verkleidet, wieder in ihr Leben. War Sascha Weidhaas schon als verliebter Thronfolger überzeugend, ging er in der Rolle als Schweinehirt barfuß, mit zu kurzem Pullover und Strohhut richtig auf. Und wenn er mit seinen mechanischen Spielereien, auf die die Prinzessin so scharf ist, sie und ihre graziösen Ja-Sagerinnen ärgern kann, macht das vor allem dem Publikum Spaß.
Dass der Prinz dann doch in Anastasia (Johanna Vetter klasse Leistung trotz Erkältung), die sich als Mann ausgab und ihn gemeinsam mit der klugen Ratte (Rebecca Ringel) begleitete, seine wahre Liebe erkennt, macht die Geschichte so märchenhaft. Es kommt, wie es kommen muss: Anastasia küsst den Prinz, der Königin aller Zicken wird der Hintern versohlt vom Henker (Konstantin Vetter), der zwar oft gerufen wurde, aber bis dato nie Arbeit bekam.